
Jamaika
Nach Kuba und Hispaniola (Haiti) ist Jamaika die drittgrößte Insel der Großen Antillen. Zum eigentlichen Hoheitsgebiet
Jamaikas gehören auch die kleinen Insel Morant Cays und Pedro Cays, die südlich der Insel liegen.
Jamaika hat mehr als die Hälfte Gebirge mit einer Höhe von
über 300 Metern. Der größte Gebirgszug erreicht im Osten
sogar eine Höhe von 2256 Metern (Blue Montain Peak).
Nur im Norden finden wir feine Sandstrände - im Süden sind die Küstenregionen stark versumpft.
Diese verschwemmten Flächen werden landwirtscahftlich genutzt.
Klima
Die Insel ist vom Nordostpassat geprägt und dadurch feucht und warm geprägt. Die Jahrestemperatur schwankt lediglich zwischen 25 Grad im Januar und 27,5 Grad im
Sommer (Kingston).
Für Urlauber zu beachten: Im August und Oktober können
verheerende Wirbelstürme auftreten.
Vegetation und Tierwelt
Die früher großflächig vorhandenen Waldgebiete wurden von den Menschen weitergehend zerstört. Auf den großen
Kalkstein-Plateauflächen breiten sich heute Savannen aus.
Die am meisten beregneten Hänge haben immergrünen Regenwald wachsen lassen. Typischer Vertreter darin ist der Guyjakbaum - aus ihm werden die Kegelkugeln gefertigt. Der landestypische Baum der Jamaikaner ist der
Mahon.
Große Küstenlandschaften sind durch Mangroven und Palmen geprägt.
Die Tierwelt ist durch viele Vogelarten, wie Kolibris und Papageien. Dazu findet man viele Amphibien und Reptilien und die sehr seltene Jamaika-Ferkelratte.
Bevölkerung
Jamaika hat 2,3 Millionen Einwohner. Dabei stammt die überwiegend schwarze Bevölkerung von den afrikanischen
Arbeitssklaven ab, die die Briten auf die Jamaikanischen
Plantagen verschleppt hatten.
Jamaika war historisch von der Indianergruppe - den
Arawaks - besiedelt. Sie wurden aber in den letzten Jahrhunderten der Kolonialzeit ausgerottet. Als Sprache hat sich ein jamaikanisches Englisch ausgeprägt. 40 % der Einwohner sind jünger als 15 Jahre.
Geschichte
Entdeckt wurde Jamaika durch Christoph Kolumbus, der die Insel 1442 für Spanien in Besitz nahm un dsie nach dem heiligen Jakob "Santiago" nannte.
Kolumbus Sohn Diego Colón übernahm später die weiter Entdeckung der Insel. Ihm muss auch die Ausrottung der
indianischen Bevölkerung zugeschrieben werden.
Um 1700 hatte sich die Insel zu einem Umschlagsplatz für
Seeräuber entwickelt. Die Briten hatten diese Entwicklung
gefördert, indem sie den Freibeutern "Landrecht" einräumten und deren Versprechen abnahmen, dass nunmehr nur noch spanische Schiffe gekapert.
Im folgenden
Jahrhundert wurde Jamaika durch den Anbau
von Kakao und Zuckerrohrplantagenwirtschaft. Voraussetzung dazu war eine Ausweitung der Sklaverei für
die Plantagen.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Stand: 18. September 2003
Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen reicht zur Einreise nach Jamaika der deutsche Reisepass, der noch 6 Monate über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus Gültigkeit haben muß. Ein Visum ist in diesem Fall nicht erforderlich. Bei Einreise zu Geschäftszwecken muß ein Visum vorab bei der jamaikanischen Botschaft in Berlin (Schmargendorfer Str. 32, 12159 Berlin, Tel. 030-859945-0, Fax: 030-859945-40, Email: info@jamaican-embassy-berlin.de) eingeholt werden.
Die Beamten der Einwanderungsbehörde an den Flughäfen überprüfen bei Bedarf bei der Einreise den Nachweis von ausreichenden finanziellen Mitteln und das Vorliegen eines Rückflugtickets.
Der deutsche Kinderausweis muß mit einem Lichtbild versehen sein, Minderjährige sollten über ein eigenes Einreisedokument verfügen.
Eine Verlängerung des Aufenthaltstitels nach Einreise vor Ort ist grundsätzlich möglich und kann direkt bei der zuständigen Einwanderungsbehörde beantragt werden.
Landesinformationen
Die Landessprache ist englisch, deutsche Sprachkenntnisse sind kaum vorhanden.
In Jamaika herrscht Linksverkehr . Die meisten Straßen sind zweispurig, eng und kurvenreich. Wegen der vielen Schlaglöcher, herumstreunender Tiere sowie der teilweise unberechenbaren und rücksichtslosen Fahrweise Einheimischer ist im Straßenverkehr besonders umsichtiges und defensives Verhalten geboten. Motorräder und -roller sollten trotz der tropischen Temperaturen nur mit entsprechender Schutzkleidung benutzt werden; es besteht Helmpflicht.
Die wichtigsten Verkehrsmittel in Jamaika sind Bus und Minibus. Diese Fahrzeuge sind oft in schlechtem technischen Zustand,. Sie sind häufig in Verkehrsunfälle verwickelt und auch immer wieder Tatort von Überfällen und Diebstählen. Es wird empfohlen, von Reisen mit diesen Fahrzeugen nach Möglichkeit Abstand zu nehmen. Das Reisen mit einem amtlichen zugelassenen Taxi (Fahrzeug mit einem roten PP-Kennzeichen) ist eher zu empfehlen; der Preis sollte auf jeden Fall vor Abfahrt ausgehandelt werden. Das Fahren auf der Landstraße sollte nach Einbruch der Dunkelheit tunlichst vermieden werden. Bei Passverlust stellt die Botschaft Kingston einen Reiseausweis zur Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland kurzfristig aus.
Unachtsamkeit und Leichtsinn ziehen Diebe an. Daher sollte man keine Wertgegenstände im Hotelzimmer, im Mietwagen oder am Strand unbeaufsichtigt liegen lassen, nur kleinere Geldbeträge mit sich führen und lieber Kreditkarten verwenden, die in Jamaika problemlos akzeptiert werden. Flugscheine, Reisedokumente, Reiseschecks etc. sollten besser im Hotelschließfach deponiert werden, zumindest aber möglichst unauffällig mitgeführt werden. Wichtige Dokumente (Paß, Internationaler Führerschein, Adressenlisten) sollten auch in Kopie und getrennt von den Originalen mitgeführt werden.
Die Veröffentlichung dieser Hinweise erfolgt mit der freundlichen Genehmigung des Auswärtigen Amtes,
Frau Gräfin von Finckenstein, Juni 2004
www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/index_html
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